Auf meinem
Grundstueck fand ich ein par Eier. Ich nehme an sie sind Schlangeneier. Als ich
einen grossen Erdhaufen verteilen wollte fand ich etwa 10 Eier verteilt an
verschiedenen Stellen. Wegen der
unterschiedlichen groesse nehme ich an es sind zwei Arten. Mich nimmt es wunder
welche Art schluepfen wird. So nahm ich die Eier mit nach Hause. Schlangen
schluepfen nach 60 bis 90 Tagen. Jetzt
heisst es abwarten und Tee trinken.
Schlangeneier
Zu Hause werde
ich nun ein par Pflanzen ziehen ich fange mit einer Avocado an. Die Nuss muss
man schaelen und danach muss die untere Haelfte im Wasser liegen fuer ein par
Wochen bis eine Wurzel waechst und spaeter die Planze spriesst. Ausserdem bin
ich jetzt am Samen sammeln von Mandarinen und
anderen Zitrusfruechten und Wassermelonen.
Gestern besuchten wir mit Segundo Vela das Projekt dass er mit Hilfe anderer in vielen Jahren aufgebaut hat.
Das Gebiet wo der heutige Verein Ayama arbeitet liegt in einem der ärmsten Viertel von Iquitos. Das ganze Gebiet wird jährlich vom Fluss überflutet und alle Häuser liegen im Wasser. Jetzt im Juli ist der Wasserstand tief und man kann die Strassen und Häuser zu Fuß oder mit dem Motorrad erreichen. Leider gibt es hier immer noch kein gutes System um den Abfall zu beseitigen und die Schulen sind nicht gut ausgestattet.
Der Fluss Itaya der in der Regenzeit das ganze Gebiet überflutet
Dieser Verein gibt vielen Schülern Zusatzunterricht, damit sie ihre Hausaufgaben erledigen und verstehen.
Wir durften das Haus und die Schüler besuchen, es hatte im ganzen Gebäude verteilt Gruppen mit ihren Lehrern. Aufgeteilt nach Klassen. Jede Gruppe grüsste uns lautstark.
Schulklasse vom Projekt Ayama
Im gelben Gebäude werden diese und noch viele andere Kinder unterrichtet
Wenn jemand das Projekt unterstuetzen moechte findet er alle Kontaktdaten auf dieser Seite:
Von Bellavista
de Nanay faehrt man mit dem Boot nach Indepedencia. Dieser Ort liegt direkt am
Amazonas.
Wenn man
Glueck hat sieht man auf dem Weg Flussdelfine. Hier am Amazonas gibt en den
rosaroten Amazonasdelfin und den grauen Delfin. Das Dorf liegt etwa 25 Meter
uber dem Fluss. Man muss eine steile Holztreppe hinaufsteigen um das
Dorf zu erreichen.
Die Regierung hat zusammen mit den einheimischen einen
Aussichtsturm gebaut um den Turismos auch hier anzukurbeln. Hier wohnen die
Indianer der Cocama Cocamilla.
Waerend der
Zeit des Kautschukbooms wurden sie von den Kautschuckbaronen hierher
verschleppt. Heute leben sie zivilisiert in ganz einfachen verhaeltnissen 15min
ausserhalb von Iquitos.
Vom Turm aus
sieht man den grossen und weltberuehmten Amazonas in seiner vollen Pracht. Die
400 000 Stadt Iquitos sieht man in der Ferne.
Es gibt noch
andere Atraktionen in diesem Gebiet. Wenn
man eine kleine Wanderun macht erreicht man nach 20 Minuten einen Riesengrossen
Baum. Ein 300 Jaehriger Lupuna den sie bis heute stehen gelassen haben. Seit
einigen Jahren wird er geschuetzt. Der Baum ist ein wahrer Riese.
Der Wald steht
im Regenwald. Dort hat es auch ein Bach mit einem schoenen Wasserfall.
Wenn man
ein bischen die Augen offen hat sieht man interessante Insekten wie diese
Stabschrecke oder diesen Falter.
Es gibt auch
noch eine Maloka ein typisches Haus der Indianer. Ab und zu gibt es dort
Aktivitaeten.
Zurueck in
Nanay kann man noch die Fische die sie auf dem Markt anbieten bestauen. Wie zum
Beispiel der Rote Piranha.
Im April
reisten wir zu viert den Amazonas hinauf von Iquitos nach Tamshiyacu. Dafuer reist man mit
einem Schnellboot etwas mehr als eine Stunde.
Schnellboot nach Tamshiyacu
Wir fanden eine guenstige Unterkunft fuer 15 Soles pro Zimmer. Danach
machten wir uns auf um das Dorf zu erkunden
Plaza de armas: Tamshiyacu
.
Der Himmel wurde dunkel und es
regnete bald aus allen Kuebeln. So suchten wir ein Restaurant um zu
Mittagessen. Zur vorspeise gab es eine Suppe mit Yuca. Das ist eine Wurzel die
man hier isst. Bei genauerem hinschauen sahen wir kleine Wuermchen in unserer
Suppe. So konnten wir nur die Hauptspeise essen.
Im Dorf lief
ein Schwein herum und die Hunde jagten es durch die Strassen.
Hund verfolgt das Schwein
Nach dem Regen fuhren wir mit dem Motokar zu einem Flueschen. Wegen der Regenzeit ist dieses Fluesschen nun ein See. Dort sahen wir eine Passionsblume und mit einem Boot ueberquerten wir das Gewaesser. Dort sahen wir wie die einheimischen Holzkohle produzieren.
Motokar mit dem Regenbogen im Hintergrund
Hier wird Holzkohle produziert
In der Nacht
viel der Strom aus und wir mussten uns im Dunkeln auf die Suche nach Essen
machen. An einer Strassenecke verkaufte eine Frau gegrillte Fische. Wir und
andere Dorfbewohner assen dort. Zur beleuchtung hatten wir unsere Stirn und
Taschenlampen dabei.
Typisches Essen am Amazonas
Danach machten wir einen Spaziergang und sahen eine
Bananenspinne.
Diese Spinnen
sind giftig und agressiv.
Bananenspinne
Am naechsten
morgen schliefen wir aus und fotografierten die Insekten und Froesche in der Unterkunft.
Danach fragten wir herum ob jemand der ein Boot hat uns ueber den Fluss bringt
zu einem versteckten See. Nach ein par Minuten hatten wir jemanden gefunden.
Wir ueberquerten den Amazonas und an einer Stelle fuhren wir durch ein wenig
breites Fluesschen hinein.
Rio Amazonas
Der Fluss fuehrte uns mitten durch den Regenwald und
machte mehrere Kurven. Spaeter oeffnete sich der Wald und der See war vor
unseren Fuessen. Dort drehten wir ein par Runden und beobachteten die Voegel.
Beim Rueckweg durch den den Wald fuhren wir ohne Motor nur mit dem Paddel und
hoerten und sahen so viele Tiere. Zwei verschiedene Arten von Affen, einen
Tukan, ein dreifinger Faultier, Voegel und Spinnen. Einige kleine Fische im
Wasser. Der Weg war richtig abenteuerlich.
Dreifinger-Faultier
Auf dem Amazonas gab er wieder
vollgas mit seinem Peke-Peke Boot. Wir erreichten das Dorf und da wechselten
wir in ein Schnellboot um wieder nach Iquitos zu gelangen.
Wir wohnen im 3. Stock hier in Iquitos. Immer wieder sehe ich Tiere und interessante Ereignisse.
Wenn es stark regnet, rinnt Regenwasser in unser Zimmer. Ich muss dan jeweils mit meinem Wischmopp 1-2 Liter Wasser einsammeln. Die Fensterscheibe ist verspiegelt. Manchmal kommen die Voegel ganz nah an die Scheibe da sie mit ihrem Spiegelbild kommunizieren wollen.
In der Nacht kann ich die Sterne und den Mond beobachten. Manchmal faellt der Strom in der Stadt aus und ich sehe sie besonders gut.
Der Strom wird in Iquitos mit Dieselgeneratoren erzeugt. Von meinem Fenster sehe ich die Riesenfabrik mit ihren Kaminen die jeden Tag schoenen ungefilterten Dieselabgas in die Luft blasen. Ich denke da nuetzt die gruene Lunge die uns umgiebt auch nicht mehr viel.
Die Haeuser hier in der umgebung sind von der Mittelklasse von Iquitos. Fuer uns Mitteleuropaer waeren es immer noch arme Wohnverhaeltnisse. Ein solches Haus kostet zwischen 15'000 bis 60'0000 Fr. Je nach Lage und Groesse. Die Daecher der meisten Haueser wurden mit Wellblech gebaut.
Der Himmel hier im Regenwald ist besonders schoen. Da es jeden Tag Wolken und Regen gibt und die Sonne schoen herunterscheint, sieht man das Abendrot, Regenboegen und andere schoene Stimmungen.